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Fahren mit dem eWheel, aber wie?

Wie fährt man ein elektrisches Einrad?

Nach dem Fernsehbericht in MOMA, einer Sendung, die nach wie vor zu meinem liebsten Frühstücksritual gehört, recherchieren wir was das Zeug hält.

Täglich erfuhren wir mehr über eMobillität und täglich stieg unsere Begeisterung.

Da in unserer Nähe keine Anbieter zu finden waren, fuhren wir an einem sehr heißen Samstag im August 2015 nach Wien und kauften unser erstes doppelrädriges Einrad, ein Airwheel Q3.

Völlig begeistert vom lässigen Fahrstil der Verkäuferin waren wir wild entschlossen,  auch so cool wheelen zu können. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an Valerie, die nur wegen uns am Samstag bei dieser Hitze ins Büro kam.

Der Anbieter der Airwheels war sehr misstrauisch und akzeptiert keine EC Karte. Er legt sogar das Bargeld, welches wir direkt aus dem EC-Automaten holten, unter die Geldscheinprüfmaschine. Der Arme hatte wohl schon sehr schlechte Erfahrungen machen müssen.

Unsere ersten Fahrversuche mit dem eWheel unternahmen wir entweder in der geräumigen Tiefgarage oder auf einem abgelegenen, geteerten, ebenen Forstweg. Von wegen draufstellen und losfahren nach ein paar kleinen Übungseinheiten…

Diese Begabung war uns leider nicht gegeben.

Besonders das Auf- und Absteigen war eine große Herausforderung. Leider gab es auch noch keine wirklich hilfreichen Lernvideos auf Youtube, die uns das Üben vereinfacht hätten.

Also turnten wir mehr oder weniger grazil mit gegenseitigem Halten und Stützen auf dem eWheel und holten uns so manch blauen Knöchel oder Druckstellen an den Waden.  

Wie Alexander aus Berlin, der eWheel – Artist, sagte: „Es muss manchmal weh tun, wenn du etwas erreichen willst. Also raus aus der Komfortzone und üben, üben, üben.“

Im Traumsommer 2015 bin ich deshalb aus Waden- und Knöchelschutz nur noch mit langen Hosen und dicken Socken auf das elektrische Einrad gestiegen.

Wie heißt es so schön? Übung macht den Meister, und so haben wir es dann geschafft von der komischen Gestalt oder der marionettenähnlichen Figur zu einem coolen eWheelfahrer zu werden.

Natürlich gibt es Naturtalente die schon sehr viel Skateboard-, Rollerblade- oder Schlittschuherfahrungen haben. Diese Personen stellen sich wirklich drauf und rollen los.

Zu den Naturtalenten gehöre ich aufgrund einiger Sportunfällen in der Vergangenheit eher nicht. Leider stamme ich der Gattung kleiner Feigling ab. Vor lauter Schreck, wenn das eWheel unter meinen Beinen losrollte, bremste ich dummerweise wieder ab.  Zeitlupentempo auf dem eWheel ist natürlich für das Halten des Gleichgewichts suboptimal. 

Mantra-artig habe ich mir immer vorgesagt: „Nicht bremsen, nach vorne beugen,  fahren, nicht bremsen!“

Mein Mann war da viel mutiger unterwegs, dafür ist er aber auch einige Male unfreiwillig abgestiegen.  Im Grunde ist es wie das Lernen des Fahrradfahrens:  früher oder später klappt es bei jedem. Bestimmt ist man auch mit zunehmenden Lebensjahren und Erfahrungen nicht mehr ganz so ungestüm.
Auch das Gleichgewichtsgefühl ist bei jedem Menschen anders ausgeprägt und beeinflusst die Trainingserfolge maßgeblich.

Nachdem wir beide das eWheelen gelernt hatten, wollten wir auch zu zweit unterwegs sein und kauften uns noch ein Inmotion V3.

Das Inmotion V3  ist deutlich schmaler und hat unterschenkel- und knöchelschonende Polster an den Außenseiten. Auch kann man eine Trolleystange wie bei einem Koffer herausziehen. Deshalb muss es nicht getragen werden wenn man gerade nicht fahren kann.  Das Inmotion V3 gibt es im zweifarbigen Design. (schwarz mit rot, silber, gelb oder grün). Wirklich praktisch ist, dass es Bluethooth hat und mit eigenem Text besprochen werden kann.   Bei unserem Vorführgerät begrüßt mich mein Mann mit „auf geht’s pack mas“ und wenn es ausgeschalten wird oder der Akku langsam leer wird  sagt es „Ich bin müde“.

Ich finde das immer wieder sehr lustig und freu mich meinen Mann zu hören, auch wenn wir nicht gemeinsam wheelen können.

Zum Abschluss die 20 hilfreichsten Tipps zum perfekten eWheelfahren:

1. das eWheel freundlich aber bestimmt anlächeln :-) :-)
2. elektrisches Einrad einschalten
3. Bauch- und Beckenboden (Powerhouse bei Pilates) anspannen
4. das stärkere Bein sicher auf ein Paddel stellen
5. ein bisschen mit dem anderen Bein anschubsen und entspannt losrollen
6. den zweiten Fuss auf das andere Paddel stellen
7. Körper aufrichten und lächeln :-) :-)
8. mit sanftem, gleichmäßigen Druck (nach vorne) auf die zwei Paddels losfahren
9. nicht auf den Boden starren
10. in die Richtung schauen in die man fahren möchte
11. kein Hohlkreuz machen
12. nicht das Hinterteil herausstrecken
13. locker bleiben in den Beinen
14. Gleichgewicht halten und immer noch lächeln :-) :-)
15. Körper sanft, aber in Spannung nach vorne beugen
16. für den Bremsvorgang Körper leicht nach hinten bewegen
17. zum Absteigen das eWheel mit der Hand am Griff festhalten
18. mit einem Bein nach dem anderen absteigen
19. Freuen wenn alles geklappt hat
20. Ansonsten nochmal von vorne

Alles klar, oder ?……. Ihr braucht also gar keine Hilfestellung mehr von uns…….







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