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Hoverboard kaufen, alles Wichtige auf einen Blick

Hoverboard kaufen, alles Wichtige auf einen Blick

Die 10 wichtigsten Fragen rund um das beliebte Hoverboard.

Das Thema Hoverboard ist sehr umfangreich geworden. Täglich gibt es neue Produkte und Informationen. Durch unsere mittlerweile fundierten Erfahrungen mit verschiedenen Herstellern und den vielen Fragen auf unseren Veranstaltungen haben wir alles Wissenswerte zu den beliebten Mini-Segways  zusammengetragen. 


1. Der Traum vom Schweben mit dem Original Hoverboard

2. Warum gibt es so viele unterschiedliche Bezeichnungen und Namen für das "rollende Board"?

3. Seit wann gibt es IoHawks und woher stammen sie?

4. Warum gibt es so viele verschiedene Hoverboards und Hersteller?

5. Welches Hoverboard ist das Beste, auf was muss ich beim Kauf achten?

6. Wie funktioniert ein self-Balancing Scooter und warum falle ich nicht um?

7. Ist Angelboardfahren gefährlich?

8. Wo darf ich mit meinem "selbstbalancierenden, elektrischen Rollbrett" fahren?

9. Mein Smart-Balance-Wheel reagiert komisch, an was kann das liegen?
 

10. Sonstige Fragen und persönliche Erfahrungen


1. Der Traum vom Schweben mit dem Original-Hoverboard
Wir alle kennen den Traum vom Fliegen oder zumindest vom Schweben. Vielleicht gehörst du ja auch zu den Glücklichen die im Traum schon einmal geflogen sind. Das sind die Träume von denen man eigentlich nie mehr aufwachen möchte. Einmal die Flügel ausgebreitet schwebt man mühelos über Wald und Wiesen. Die Landschaften gleiten unter einem dahin und nichts Beschwerendes kann dich aufhalten. Es ist das Gefühl der absoluten Freiheit und eines unbeschreiblichen Glücksgefühls. 

Die Menschheit hat Flugzeuge, Zeppeline, Hubschrauber, Raketen, Fallschirme, Gleitschirme, Heißluftballone und vieles mehr erfunden um der Erdanziehung zu entfliehen und sich schneller fortbewegen zu können.

Erstmals in den 90er Jahren, als mein damals 4-jähriger Sohn ein "Haviboard" wollte und wir verzweifelt alle Spielwarengeschäfte und Sportläden auf der Suche nach dem gewünschten Objekt abgelaufen sind, wäre ein Hoverboard der neuen Generation hilfreich gewesen.

Leider verschmähte er alle Skateboards, Tretroller oder sonstige Fortbewegungsmittel er wollte sein "Haviboard". Traurig musste er dann seinen Traum vom "Haviboard" begraben. Die ratlose Mutter konnte sich nicht erklären was der kleine Junge meinte.
Erst als eine Wiederholung des Films "Zurück in die Zukunft" kam, und er plötzlich schrie "schau Mama, das Haviboard" gibt es doch, das will ich haben". Erst dann wurde mir klar was er meinte. Leider musste ich ihn enttäuschen, und ihm erklären das es sich um einen Science-Fiction-Film handelt und es keine fliegenden Bretter zu kaufen gibt.

Auch heute müssen wir noch alle "Schwebewilligen" enttäuschen. Es gibt Modellversuche und es klappt auch schon mit dem Schweben, aber für den alltäglichen Gebrauch sind diese wirklich schwebenden Boards noch nicht ausgereift.

Die echten Hoverboards benötigen eine magnetische Fahroberfläche und sind mit supraleitenden Blöcken ausgestattet, auch müssen sie mit bis auf -197 Grad Celsius flüssigem Stickstoff gekühlt werden. Die Preise liegen bei über 10.000€, also für den kleinen Spaß und den normalen Geldbeutel etwas unrealistisch.

Da kommen die derzeit angebotenen rollenden eBoards der Sache schon etwas näher. Also, warum nicht die Wartezeit, auf das "echte" schwebende Board mit einem rollenden eBoard verkürzen und schon mal ein bisschen Üben und Spaß haben?



2. Warum gibt es so viele Bezeichnungen, Namen für das "rollende Board"?
Übersetzt heisst "Hover" schweben und "Board" Brett. Richtig wäre demnach "Rolling-Board"
Gemeint ist damit immer ein elektrisch betriebenes, zweispuriges Rollbrett ohne Lenkstange, auf dem sich eine Person stehend und rollend fortbewegen kann. Also „rollendes selbstbalancierendes Brett“ bis es das wirkliche, echte schwebende Hoverboard gibt.

Als weitere Bezeichnungen haben sich etabliert:

E-Board
Mini-Segway
Justin-Hawk
Smart Balance Wheel
Hovertrax
Self-Balancing Board
Self-Balancing Scooter
Oxboard
Angelboard
IoHawk
Ultra Scooter


Jeder Hersteller möchte natürlich Marktführer werden und seine "Duftmarke" platzieren. Mittelfristig setzten sich hoffentlich die qualitativ hochwertigsten Hoverboards mit einem vernünftigen Preis-/Leistungsverhältnis und einem langlebigen, sicheren Qualitätsakku durch.

3. Seit wann gibt es Hoverboards und wo werden sie produziert?
Der Urvater aller derzeit im Handel erhältlichen Balance-Boards ist das Hovertrax. Erstmals im Jahr 2013 begeisterte das erste E-Board mit der dynamischen Stabilisierung die Weltpresse.

Die Erfindung des Geräts beansprucht Shane Chen, ein amerikanischer Geschäftsmann und Gründer der Firma Inventist für sich. Chen startete 2013 eine Kampagne für Hovertrax. In einem Interview brachte Chen seine Enttäuschung über das chinesische Patentrecht zum Ausdruck. Er erklärte, dass das Solowheel, ein selbst balancierendes Einrad (grundsätzlich die gleiche Technik wie ein Hoverboard) von anderen Herstellern kopiert wurde nach dem es in einer chinesischen Fernsehshow präsentiert wurde. Im August 2015 kündigte  der Selfmade Milliardär Mark Cuban an die Hovertrax-Patente kaufen zu wollen. Das amerikanische Unternehmen Inventist behauptete die Patente zu halten und drohte rechtliche Schritte an.

Im Nachhinein ließ sich aufgrund des Tempos der chinesischen Herstellerindustrie nicht mehr feststellen wer wirklich das erste selbst balancierende Board erfunden hatte. Laut David Pierce vom Magazin Wired wurde das eGerät vermutlich unter dem Namen "Smart S1" von Chic Robotics erfungen, einer 2013 gegründeten chinesichen Technologie-Firma, die mit der Zhejiang- Universität verbunden ist. Das Smart S1 erschien im August 2014 und wurde bei der Messe Kanton zu einem riesigen Erfolg. Die Firma patentierte mit dem E-Board verbundene Technologien. Aber aufgrund der laschen Durchsetzung des chinesischen Patentrechts wurde das Balance-Board von mehreren chinesischen Herstellern kopiert.
Natürlich wollte jeder ein Stück vom Kuchen abhaben. Seitdem werden vornehmlich in Shenzhen/China Hoverboards aller Arten und Güte produziert.

Die Qualitäten unterscheiden sich sehr stark, und so verwundert es nicht, das im vorletzten Jahr einige sogenannte Hoverboards in Flammen aufgegangen sind.
An dieser Stelle unsere eindringliche Bitte für Euere Sicherheit und langfristigen Spaß beim Grooven:

"KAUFT KEINE BILLIGBOARDS BEI ANONYMEN INTERNETANBIETERN"
  

4. Warum gibt es so viele verschiedene Hoverboards und Hersteller?
Aus dem gleichen Grund, warum es so viele Schuhhersteller oder Marken gibt. Du brauchst Schuhe für Wind und Wetter, Pumps, Turnschuhe, Sandalen, Hausschuhe, Schlappen, Winterstiefel. Der eine kann oder will sich exklusive Markenschuhe kaufen, dem anderen Geldbeutel muss ein einfacher Billigschuh genügen.

Es gibt eBoards für Indoor und Outdoor, mit verschiedenen Rädergrößen, mit verschiedenen Fahrmodis und Motorstärken, in allen nur erdenklichen Farben und Formen.

Erhältlich sind Balanceboards mit LED's, und seit ein paar Monaten sogar mit wirklich guter Bluetoothanbindung, um seine Lieblingsmusik beim Grooven hören zu können. Leider aber auch mit guten und schlechten Akkus, in guter und schlechter Verarbeitung und Qualität im Innenleben. Es soll sogar Sensoren geben die auf Pappe geklebt werden, genauso wie es Schuhe gibt, die nach einmal tragen unerträglich riechen und viele Blasen verursachen. Sehr oft landen diese Billigprodukte dann enttäuscht auf dem Müll und man kauft sich erneut ein besseres Produkt oder ist so frustriert und verzichtet ganz auf das Hoverboard und erzählt wie schlecht die Welt ist. An dieser Stelle die provokante Frage:

Ist Geiz wirklich geil?

 

Nein. Bei den Schuhen ist es einfach. Die stellt man raus und es passiert nichts weiter. Ein schlechtes Hoverboard mit gefährlichem Innenleben, kann dir wirklich um die Ohren fliegen oder, wie schon geschehen, dein Haus in Brand setzen. Und mit den 150€ die du da zum Fenster hinaus geworfen hast könntest du wirklich etwas Besseres anfangen.

Auch sind die Ressourcen unserer Erde endlich. Deshalb sollten wir vernünftig damit haushalten und auf langlebigere Produkte setzen. Du hast keine Freude, wenn dein heiß ersehntes eBoard nach kurzer Zeit den Berg nicht mehr hochkommt, dich unvermittelt abwirft wie ein bockiges Pferd, permanent in nur eine Richtung kreiselt, oder was am Schlimmsten wäre, zu brennen anfängt.

5. Welches Hoverboard ist das Beste, auf was muss ich achten?
Sicherheit und Zuverlässigkeit stehen immer an erster Stelle!

Hergestellt werden fast alle Smart-Balance-Wheels in Shenzhen/China. Es gibt zwei Hersteller die angeben  ihre  Balanceboards in Deutschland oder Holland herstellen zu lassen. Das spiegelt sich deutlich im Preis wider. Selbst das Original IOHawk wird in China produziert.

Vor der Frage nach dem Design sollte immer die Sicherheit Vorrang haben.

Bitte unbedingt auf die Gütesiegel wie CE, FCC und RoHS achten!

Wir von efuture arbeiten sehr gerne mit Koowheel zusammen.
Die Qualität, das Preisleistungsverhältnis und der hervorragende Service haben uns absolut überzeugt.

In Deutschland und Österreich werden in China hergestellte Hoverboards vereinzelt mit dem TüV- Kennzeichen von Rheinland Pfalz als besonderes Qualtitätskennzeichen beworben.
Wir haben beim TÜV Rheinland nachgefragt was es damit auf sich hat und bekamen folgende Antwort:
"Wir bieten derzeit keine Zertifizierung für diese Produkte an. Auch handelt es sich bei dem auf der Homepage von xxxx abgebildeten TÜV Rheinland-Bericht lediglich um einen Inspektionsbericht nach Kundenvorgaben und nicht um einen Prüfbericht mit dem wir die Sicherheit bestätigen würden."
Diese Aussage hat uns schon sehr überrascht und wieder einmal gezeigt wie missverständlich manche Angaben sein können.
Vorsicht ist auch geboten bei den vielen "SUPER-SPAR-ANGEBOTEN" und Streichpreisen im Internet
"SPARE BIS ZU 50%?!".
Da stellt sich doch die Frage, ist das angebotene Smart-Board ein Auslaufmodell, wurde von Anfang an falsch kalkuliert, oder entspricht es nicht den deutschen Qualitätsanforderungen?

Schau nach ob der Anbieter ein sauberes Impressum mit persönlichem Ansprechpartnern in seinem Shop hat:
Es treten vermehrt Shops auf die direkt aus dem Container heraus sehr billig ohne jede Qualtitätskontrolle verkaufen. Achte auf Garantiezusagen die auch in Deutschland eingefordert werden können.
Einen Rechtsanspruch in China durchzusetzten ist nahezu unmöglich.

Sind die Übersetzungen sinnig, oder wurde nur ein chinesischer Text ins "Holperdeutsche" übersetzt:
Hier eine besondere Stilblüte:
"YYY ist eine erfolgreiche und Wohlstandsgesellschaft, die auf dem Markt schon 20 Jahre wirkend ist.
Diese revolutionäre Art von Transport und Bewegung kann eine Quelle vom Spaß, Abendteuer und Komfort in Alltagsleben von jeder Geraration sein.
YYY ehrt sich jedes Kundes und bemüht sich seinen Anforderungen entgegenzukommen. Es ist auch ein Zeiger, daß Firma vertrauenswürdig, usw. ist"

Leistung des Motors und des Akkus:
Achte darauf dass Qualitätsakkus verbaut wurden (z.B. Samsung, Sanyo, LG)
Gängige Größen sind 36 V bei 158 Wh (4,4 Ah)
Die Motorleistung variert bei 300 oder 350 Watt pro Rad.
Seit 2017 gibt es von der Firma Koowheel ein Hoverbord mit wechselbarem Akku.

Gewicht:
Es gibt Modelle für Kinder die nur 8 kg wiegen.
Die meisten Hoverboards wiegen zwischen 10 und 13 kg

Zuladung und Mindestgewicht:
Bei Modellen für Kinder liegt das Mindestgewicht bei 5 kg und das Maximalgewicht bei ca. 50 kg
Bei allen anderen Modellen beträgt das Mindestgewicht 20 kg und das Maximalgewicht zwischen
100 kg und 120 kg

Größe der Räder:
Angeboten werden 4,5-, 6,5-, 8- und 10- Zoll Räder
 4,5 Zoll Räder --> sind für Kinder bis zu einem Körpergewicht von 50 kg geeignet
 6,5 Zoll Räder --> sind für Indoor und glatte Flächen
 8,5 Zoll Räder --> für Outdoor und etwas unebenere Böden
 10  Zoll Räder --> typisches Outdoor Hoverboard

Geschwindigkeit:
Mit einem guten Hoverboard fährt man zwischen 10 und 20 km/h

Reichweite (Range):
Es gibt deutliche Unterschiede auf die ihr unbedingt achten solltet um nicht liegen zu bleiben:
Meist liegt die Reichweite zwischen 10 und 20 km.
Gute Boards zeigen in der Achsmitte den Akkustand mit Leuchtdioden an und machen sich durch laute Piepgeräusche bemerkbar, wenn der Akku zu Ende geht.
Achtung: Es sollte dann nicht mehr weiter gefahren werden! Die Gefahr eines unvermittelten Abwurfs ist vorhanden.

Steigfähigkeit:
Bedeutet welche "Berge" mit dem Hoverboard ohne Schwierigkeiten überwunden werden können.
Sie liegen zwischen 17% und 20 %. Es besteht natürlich eine Abhängigkeit zum Körpergewicht des Fahrers.

Preis:
Die Angebote liegen zwischen 199 € bis 1.400 € und ggf. auch noch mehr.
Aus oben genannten Gründen bitte die Finger weg von allen Billigangeboten unter 300 € für
neue Balance-Boards für Erwachsene.
Die Preise variieren aufgrund von Herstellertypen, Ausstattung (Bluethoothverbindung, LED, unterschiedliche Fahrmodi), Reichweite und Motorstärke.
Kultmarken wie IOHawk oder Oxboard liegen deutlich über dem Mittelfeld der Anbieter.

Design/Optik:
Mittlerweile sind fast alle Farben erhältlich. Am beliebtesten ist nach wie vor schwarz.
Es gibt Hoverboards mit LEDs in der Radaußenseite und/oder im Radgehäuse.
Fast alle eBoards haben Vorder- und Rücklicht bzw. Bluetooth um mit der Lieblingsmusik zu grooven.
Es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Persönliche Erfahrungen von efuture Feldkirchen:
Jedes Hoverboard ist anders. Ich sage immer, es hat auch eine Seele :-).
Das eine Balance-Board ist schnittig und reagiert sehr schnell auf Körperbewegungen, das andere ist eher gemütlicher und zum Grooven nach Musik geeignet.
Manche Trittflächen sind breiter und kompakt, andere eher schmal und sportlich.

Deshalb solltest du die verschiedenen Modelle nach Möglichkeit vorher ausprobieren.
Bei uns darfst du unsere Hoverboards unverbindlich testen. Wir lernen dir in maximal 10 Minuten wie du aufsteigst, sicher fährst und auch wieder sturzfrei absteigen kannst.

6. Wie funktioniert ein Hoverboard und warum falle ich nicht um?
Grundsätzlich beruht die Funktionsweise eines Hoverboards auf der Segway-Technologie.
Es handelt sich um ein selbst-balancierendes Ein-Personfahrzeug, das durch Gewichtsverlagerung des Fahrers beschleunigt, abgebremst, gelenkt und sogar rückwärts gefahren werden kann.
Jedes Hoverboard hat über der Achse zwei Fußablagen auf denen du mit beiden Füssen möglichst zentriert und gleichmäßig belastet stehen musst.
Das eingeschaltete eBoard balanciert dich durch die eingebauten Gyroskope aus und kann von beiden Seiten gefahren werden. Es gibt also kein vorwärts oder rückwärts. In jedem Rad des Angelboards (wie es auch oft genannt wird) ist ein Elektormotor eingebaut. Zügiges Aufsteigen beim Start verhindert deshalb eine Drehung um die eigenen Achse.
Die eingebauten Sensoren reagieren auf deine Körperbewegungen und fahren los sobald du deinen Oberkörper nach vorne beugt. Gelenkt wird durch Gewichtsverlagerung in die gewünschte Richtung. Möchtest du bremsen oder stehen bleiben, beuge den Körper leicht nach hinten bzw. vorne wenn du gerade in der Rückwärtsbewegung bist.
Sobald du zum Stehen kommst kannst du, und das ist sehr wichtig, nach hinten ab steigen!
Wenn du nach vorne absteigst beschleunigt das Hoverboard durch den einseitigen Fußdruck und du könntest stürzen, oder dich am kreiselnden Hoverboard verletzten.

Gibt man im Internet "Hoverboard fahren" ein, stößt man unweigerlich auf Artikel wie diese:
"Gefährlicher Spass auf zwei Rädern", "Technische Grauzone, wo dürfen Hoverboards gefahren werden".
Hoverboards im Test: Lebensgefährliche Mängel, Plötzliche Explosion und Brände, Viele Tote und Feuergefahr, Jugendliche die Hoverboard fahren machen sich strafbar usw.


7. Ist Hoverboardfahren gefährlich?

Diese vier Risiken konnten wir zum Thema Hoverboard eruieren:

Risiko Qualität der Akkus Straßenzulassung Einkauf bei anonymen Onlineshops mit Billigangeboten Das Fahren an sich
großes Risiko beim Kauf von Billiggeräten ohne Händlergarantie, Brandgefahr   keine Garantie, oft schlechte Verarbeitung, keine Lieferung trotz Zahlung, Geräte defekt  
mittleres Risiko  

derzeit noch keine klare Regelung in Deutschland

(Grauzone)

   
kleines Risiko       bei Beachtung der Gebrauchs,- und Sicherheitshinweisen mit einem Qualitätsboard 

Grundsätzlich empfehlen wir nur mit Schutzausrüstung, wie Helm,  Knie-, und Armschoner zu fahren.

8. Wo darf ich eigentlich mit dem Hoverboard fahren?
Eine Grauzone in der deutschen Rechtsprechung ist das Thema Strassenzulassung.
Im Internet kursieren die wildesten Geschichten von beschlagnahmten eGeräten. In diese rechtliche Grauzone fallen auch elektrische Einräder (eWheels) und eScooter die schneller als 6 km/h fahren.
Von hohen Geldstrafen und erheblichen juristischen und finanziellen Konsequenzen wird gesprochen.
Angeblich werden immer wieder IOHawk-, oder eWheel-Fahrer von der Polizei gestoppt. Die Fahrer müssen dann ihren Weg zu Fuß fortsetzten und möglichweise mit Post vom Staatsanwalt rechnen. Auch wurden uns schon Horrorgeschichten von Bußgeldern bis zu 1.000€ erzählt.

Wir wollten dem Ganzen auf den Grund gehen und haben im September 2016
direkt beim Bundesverkehrsministerium schriftlich wie folgt nachgefragt.

Seit gut einem Jahr beschäftigen wir uns mit dem Thema eMobilität. Besonders interessant finden wir die neuen Transportmittel wie Segways, elektrische Einräder, oder die im letztem Jahr auf dem Markt erschienenen so genannten Hoverboards. Derzeit gibt es keine gültige Regelung für elektrische Fahrzeuge, die durch Gewichtsverlagerung beschleunigt, gebremst und gelenkt werden.
Grundsätzlich dürfen diese eMobile auf öffentlichen Straßen nicht benutzt werden. Leider ist es immer von der jeweiligen Einschätzung des Polizisten abhängig wie weiter verfahren wird. In der derzeit gültigen Staßenverkehrszulassungsordnung sind elektrisch betriebene Fahrzeuge mit elektromagentischer Bremse nicht vorgesehen. Wir befinden uns somit immer in einer Grauzone. Auch ist eine Haftpflichtversicherung für dies Gefährte aufgrund des Zuordnungsthemas nur in Ausnahmefällen möglich.
Hier die Einschätzung der bayerischen Polizei vom August 2016.
In Österreich, Frankreich und der Schweiz gelten diese eFahrzeuge als Spielzeug und dürfen auf Radwegen und Gehwegen gefahren werden.
In Fachkreisen wird immer darauf hingewiesen, dass eine EU-Regelung, oder zumindest einheitliche deutsche Regelung bis Ende des Jahres verabschiedet werden soll.
Können Sie mir bitte nähere Informationen dazu geben, wie sich die Einschätzung des Bundesverkehrsministerium dazu stellt.

...und hier die Antwort: 
Mit Blick auf die derzeitige Rechtslage ist festzustellen, dass die von Ihnen genannten Fahrzeuge aufgrund ihres Motorantriebes gemäß § 1 Absatz 2 des Strassenverkehrsgesetzes als Kraftfahrzeug einzustufen sind. Sie können jedoch keiner bestehenden genehmigungspflichtigen Fahrzeugart zugeordnet werden. Im Gegensatz zu genehmigten Fahrzeugen erfüllen die von Ihnen genannten Fahrzeuge nicht die engen technischen Vorgaben, die die sog. Mobilitätshilfen-Verordnung für die Zulassung zum Verkehr aufstellt ( mit der Mobilitätshilfen-Verordnung wurde im Jahr 2009 der "Segway" zugelassen).  Diese technischen Vorgaben resultieren aus dem bei Erlass der Mobilitätshilfen-Verordnung im Jahr 2009 vorhandenen Gegenbenheiten und Regelungszielen.
Seit Januar gilt auf europäischer Ebene die neue Typengenehmigungsverordnung (EU) 168/2013, unter die die meisten selbstbalancierenden Fahrzeuge fallen. Stehende Fahrzeuge können dann national geregelt werden. Vor diesem Hindergrund hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) beauftragt, sich einen Marktüberblick über die in Betracht kommenden Elektrokleinstfahrzeuge zu verschaffen und zu prüfen, ob diese kategoresiert werden können um dann unter bestimmten technischen und verhaltensrechtlichen Voraussetzungen im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden zu können. Die Untersuchung der BASt soll im Laufe des Jahrs vorliegen.

Aus datenschutzrechtlichen Gründen habe ich die Namen weggelassen.

Tja, nachdem ja 2016 schon ein paar Tage vorbei ist haben wir im Januar 2017 noch einmal beim Bundesministerium nachgefragt und bekamen folgende Antwort:
" vielen Dank für die erneute E-Mail. Das Ziel des Bürgerservice und der Fachabteilung ist es, schnellstmöglich zu antworten. Aufgrund einer hohen Anzahl an Anfragen und der laufenden Facharbeit ist es aber nicht in jedem Falle möglich, zeitnah zu antworten. Ich bitte Sie, die späte Antwort zu entschuldigen.
Die BASt-Studie ist noch nicht abgeschlossen und die Ergebnisse werden voraussichtlich erst im kommenden Frühjahr vorliegen. Ob Elektrokleinstfahrzeuge dann im öffentlichen Straßenverkehr geführt werden dürfen und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen, kann derzeit jedoch noch nicht abgesehen werden.
Hierzu bleiben das endgültige Untersuchungsergebnis und der Ausgang des sich dann ggf. anschließenden Gesetzgebungsverfahrens abzuwarten."


Was bedeutet dies nun für Hoverboardfahrer? 
In erster Linie Geduld und Vorsicht bis es eine eindeutige Regelung gibt. Wir können nur empfehlen nach Möglichkeit auf privatem Grund oder Indoor zu fahren. Oder auf abgelegenen, ruhigen Wegen, wo niemand behindert oder gefährdet werden kann. Trotz aller Vorsicht sollte man auf einen toleranten Polizisten hoffen.
Wir hatten bislang immer Glück und wurden nur neugierig mit einem Augenzwinkern angelächelt.

Wie gefährlich ist jetzt das Fahren an sich, ganz abgesehen vom Akku und der Strasßnzulassung? 
Bei unseren Veranstaltungen in Jugendzentren, Messen, auf Sonntagsmärkten oder privat gebuchten Trainings weisen wir immer auf ein paar Verhaltensregeln hin. Werden diese eingehalten ist das Hoverboardfahren kinderleicht und in weniger als 15 Minuten zu erlernen. Das Schöne daran ist, es wird wie Fahrradfahren nicht mehr verlernt :-). 

 1. Such dir einen Trainer, am Besten natürlich von efuture aus Feldkirchen :-)
 2. Trage beim ersten Üben feste rutschsichere Schuhe (z.B. Turnschuhe)
 3. Du weißt das in jedem Rad ein Motor ist, und die Drucksensoren unter den Trittflächen auf deine
     Bewegungen sensibel reagieren.
 4. Nimm die Hände aus der Hosen- oder Jackentasche
 5. Steige zügig mit einem Fuß nach dem anderen gerade und mittig auf die Trittflächen des eBoards
 6. Richte dich gerade auf
 7. Körperspannung! Bauch einziehen! Gerader Körper! Kein Entenpo :-)
 8. Versuche locker zu stehen und dich an das Gefühl unter deinen Füßen zu gewöhnen
 9. Bleibe angespannt und gerade und beuge deinen Körper leicht nach vorne
10. Schau nicht auf den Boden zu deinen Füssen, sondern da hin wo du hinfahren möchtest
11. Neige den Körper leicht in die Richtung in die du fahren willst
12. Beuge dich leicht nach hinten um zu bremsen
13. Steige immer, immer nur nach hinten ab! 
     
Trainiere das von Anfang an, damit du es im "Schlaf" kannst!
      Warum? Wenn du nach vorne absteigst beschleunigt unweigerlich immer eine Seite des Hoverboards,
      da du automatisch das auf dem Balance-Board bleibende Bein belastest. Dadurch dreht sich das
      Hoverboard und du kannst nach vorne stürzen, oder Board trifft deine Achillessehne. Aua!!! 
      Ein Balance-Board bleibt aufgrund der Technik sofort stehen sobald du abgestiegen bist. Es kann 
      also  gar nicht weiter rollen oder fahren und somit jemanden gefährden.

Pass auch auf dein Board auf und lass es nicht unbeaufsichtigt irgendwo stehen.
Es gibt immer so "Schlauberger" die einfach aufsteigen, ohne die Reaktionen eines Balance-Boards zu kennen. Da kann es schnell ein böses Absteigen geben!

Lass niemals alkoholisierte Personen mit dem Hoverboard fahren. Meist überschätzen sie sich aufgrund des Promillespiegels; dieser wiederum beeinträchtigt sehr stark das Gleichgewichtsgefühl.

9. Mein IOHawk reagiert komisch, an was kann das liegen?
Im Idealfall steigst du auf dein Hoverboard und fährst entspannt nach deiner Lieblingsmusik und freust dich dass du so ein cooles, geiles, futuristisches eGerät hast.
Du düst an Mädels oder Jungs vorbei und alle schauen dir neidisch hinterher. Entweder weil sie auch ein eGerät haben wollen oder weil sie dich für super sportlich und akrobatisch halten.
Die Blicke sind dir auf alle Fälle immer sicher.
Super peinlich wäre es dann, wenn du unvermittelt "absteigst", eine komische Pirouette drehst oder auf dem Hinterteil landest.

Um all diese Peinlichkeiten möglichst zu vermeiden solltest du auf folgende Dinge unbedingt achten:

Ein Hoverboard balanciert nur selbst, wenn es auch genügend "Saft" hat, das heißt, einen vollen Akku.
Achte also immer auf den Akkustand. Denke nicht es geht schon noch, auch wenn es schon mehrmals gepiepst oder rot geleuchtet hat.
Wenn der Akku leer wird, funktionieren die Gyroskpe nicht mehr bzw. nicht mehr optimal.
Das eBoard kann einfach stehen bleiben oder die Räder ungleichmäßig beschleunigen. Alles nicht besonders lustig. Also lieber einmal zu früh an die Steckdose als heruntergefallen.

Fahre nur auf glatten Flächen
...es macht keinen Spaß über Kopfsteinplaster zu holpern. Auch tut es den Sensoren nicht gut. Diese können fehlgesteuert werden und dich aufgrund der Trägheit der Masse auf den Boden bringen.

Brettere nicht über Randsteine
...die Sturzgefahr ist sehr hoch, da du es kaum schaffst beide Reifen wirklich gerade und gleichzeitig über die Erhebung zu bringen. Um über Wald und Wiesen und Randsteine zu fahren sind normalerweise Hoverboards nicht gemacht. (Sagt auch Shane Chen in seinem Video, dafür gibt es elektrische Einräder oder Segways)
Es gibt mittlerweile Outdoor-Boards mit 10 Zoll Rädern und stärkerem Profil.  Uns haben diese eGeräte nicht überzeugt. Auch sind die Boards dann ziemlich schwer. Und wer will ein über 15 kg schweres, unhandliches eGeräte nach Hause tragen, wenn der Akku leer ist?
Für Outdoor würden wir eher ein elektrisches Einrad von Inmotion oder Ninebot empfehlen.

Das Hoverboard springt wenn meine kleine Schwester fahren will?
...für die meisten IOHawks muss man mindestens 20 kg auf die Waage bringen. Ist man leichter und belastet dadurch die Drucksensoren nicht, fängt das Hoverbaord zu hüpfen an.
Dann empfiehlt es sich ein Kindermodell zu kaufen oder mehr Knödel zu essen.

10.Sonstige Fragen
... einfach nachfragen unter 089 20 32 64 24 oder eMail








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